Knochenbruch – Entstehung, Behandlung und Heilung

Eine kleine Unachtsamkeit reicht meistens schon und das Drama ist perfekt. Einmal nicht richtig hingeschaut, gestürzt und der Knochen ist gebrochen. So oder so in etwa spielen sich die meisten Knochenbrüche ab. Natürlich gibt es noch zahlreiche andere Varianten, daher sollte dies jetzt nur einmal als Beispiel dienen. Doch was tun, wenn der Knochen gebrochen ist? Wie behandelt man einen Knochenbruch und wie sieht der Prozess der Heilung im Einzelnen aus? Diese Fragen sollen einmal in anschließenden Text näher betrachtet und natürlich auch beantwortet werden.

Die Behandlung eines Bruchs

Ist ein Knochen gebrochen kommt ein Patient um einen Arztbesuch nicht herum. Denn einen Bruch selbst zu behandeln, davon sollte man generell absehen. Wie die Behandlung im Einzelnen aussehen wird, dass hängt von der jeweiligen Position des Bruches ab. Beispielsweise ist es ein großer Unterschied ob ein Teil des Arms gebrochen ist oder das Becken eines Patienten. Bei einem Bruch im Arm wird in der Regel eine Schiene eingesetzt, die in manchen Fällen auch eingegipst wird. So wird der Knochen in eine stabile Position gebracht und kann auf natürliche Weise wieder zusammen wachsen. In diesem Fall würde man auch von einem „sauberen Bruch“ sprechen, der keinerlei Splitterungen am Knochen aufweist. Sollte der Knochen gesplittert sein, kann die Behandlung abweichen. Hier kann es auch vorkommen, dass die Splitter vorab entfernt werden müssen. Dies geschieht in der Regel über eine kleinere Operation. Ein Bruch im Beckenbereich ist deutlich komplizierter. Der Patient nutzt bei vielen natürlichen Bewegungen auch das Becken mit, was eine zusätzliche Problematik darstellt. Bei Bewegung kann der Knochen nicht vernünftig zusammenwachsen. Um diese Problematik zu beheben, wird bei solchen Brüchen oft auf Schrauben zurückgegriffen, die in das Becken implantiert werden. Diese sollen das Zusammenwachsen auch unter kleineren Bewegungen ermöglichen. Auch hier kommt es natürlich wieder auf die jeweilige Situation an, wie und wo genau der Bruch im Becken stattgefunden hat. Man kann diese Behandlungsmöglichkeiten also nur als Beispiele betrachten. Je nach Situation kann die Behandlung auch abweichen. In den meisten Fällen ist dies aber die Grundform, wie ein Bruch durch ärztliche Hilfe behandelt wird.

Die Heilungsphase

Auch die Heilungsphase ist natürlich von der Position des Bruches sowie seiner Schwere abhängig. Demnach soll auch hier vorweg gesagt werden, dass es sich lediglich um einen Richtwert handelt, wie lange eine solche Heilungsphase dauern kann. Bei einem Bruch im Arm beispielsweise, spricht man in der Regel von etwa 4 bis 6 Wochen in denen der Knochen wieder zusammenwachsen wird. In diesem Fall geht man von einem „sauberen Bruch“ aus, der keinerlei weitere Eingriffe notwendig macht. In dieser Zeit darf der Arm nicht an dieser Stelle bewegt werden. Das heißt, ist der Unterarm gebrochen, so darf dieser Teil des Armes nicht bewegt werden. Eine Schiene bzw. ein Gips oder gar beides in Kombination soll dabei helfen, dass man den Arm nicht unbewusst an dieser Stelle bewegt. Die Heilung wird hingegen vom Körper selbst praktiziert. Die Schiene dient also hier lediglich zur Unterstützung, trägt aber nicht direkt zu Heilung bei. Man spricht hier auch von einer natürlichen Heilung des Körpers, welche keine medizinische Unterstützung benötigen würde. Das heißt, wenn man als Mensch in der Lage dazu wäre, den Arm über einen längeren Zeitraum nicht zu bewegen, so würde sich der Körper ohne jegliche Hilfsmittel oder medizinische Eingriffe wieder vollständig erholen. Daher auch der Begriff „natürliche Heilung durch den Körper“.

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